Nahost

Liveticker Iran-Krieg – Teheran beschuldigt US-Marine, zivile Boote attackiert zu haben

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen Iran begonnen haben. Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
Liveticker Iran-Krieg – Teheran beschuldigt US-Marine, zivile Boote attackiert zu haben© Urheberechtlich geschützt
  • 5.05.2026 12:44 Uhr

    12:44 Uhr

    Irans Außenminister Araghtschi reist nach China

    Irans Außenminister Abbas Araghtschi wird nach Peking reisen, um sich dort mit chinesischen Vertretern zu treffen "und über Themen von gemeinsamem Interesse zu beraten", so die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtend.

    Araghtschi sei demnach bereits heute in die chinesische Hauptstadt geflogen, um seine diplomatischen Konsultationen "mit Ländern in der Kriegsregion und darüber hinaus fortzusetzen". Während der Reise wird der iranische Spitzenpolitiker laut IRNA-Angaben mit chinesischen Vertretern, "darunter seinem Amtskollegen Wang Yi, einen Meinungsaustausch über die bilateralen Beziehungen sowie über regionale und internationale Entwicklungen führen", so die offizielle Formulierung seitens Teheran.

  • 12:23 Uhr

    Eskalation am Golf: VAE werfen Iran Angriffe auf Ölraffinerie vor

    In der Straße von Hormus kam es am Montag zu einem direkten Feuergefecht zwischen der US-Marine und iranischen Kräften. Nach Angaben des US-Militärs versenkten die USA dabei sechs iranische Schnellboote, die zuvor Handelsschiffe bedrängt hatten.

    Kurz darauf wurde ein Industriegebiet im Emirat Fudschaira durch Raketen und Drohnen beschossen. Bei dem darauffolgenden Brand wurden drei indische Staatsangehörige verletzt.

    Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) machen Iran für diesen Angriff verantwortlich. Von iranischer Seite liegt bisher keine offizielle Stellungnahme vor, obwohl Staatsmedien zuvor Angriffe auf US-Schiffe vermeldeten. Es handelt sich um die ersten derartigen Vorfälle seit Beginn der Waffenruhe Anfang April.

  • 12:00 Uhr

    UKMTO-Zahlen zu Schifffahrtsereignissen seit Kriegsbeginn

    Die britische Behörde für Seeverkehrssicherheit (UKMTO) präsentiert eine aktuelle Zusammenfassung aller gemeldeten Vorfälle für den Zeitraum ab dem 28. Februar 2026, dem Beginn US-israelischer Angriffe auf Iran und den daraus resultierenden Entwicklungen in der Straße von Hormus.

    Demnach hat die Seefahrtsbehörde "45 Meldungen über Vorfälle erhalten, die Schiffe betreffen, die im und um den Arabischen Golf, die Straße von Hormus (SOH) und den Golf von Oman operieren". Weiter heißt es:

    • Gesamtzahl der Angriffsmeldungen: 25
    • Gesamtzahl der Meldungen über verdächtige Aktivitäten: 18
    • Gesamtzahl der Meldungen zu Kaperungen: 2

     Die Bestätigung auf X zur jüngsten Meldung zu Wochenbeginn lautet:

  • 11:22 Uhr

    Trump: "Mini-Krieg" mit Iran "verläuft sehr prächtig"

    Der US-Präsident Donald Trump hat sich am Montag während eines Gipfeltreffens für Kleinunternehmen im Weißen Haus zum völkerrechtswidrigen Iran-Krieg geäußert. 

    Er nannte den Iran-Krieg einen nötigen, aber beim Erhöhen des US-Wohlstands "kleinen Umweg", der von ihm gemacht werden musste, weil "wir nicht zulassen können, dass sie [die Iraner] eine Atomwaffe bekommen, sonst bekommt man Probleme, wie sie sich niemand auch nur vorstellen kann". 

  • 10:57 Uhr

    Teheran beschuldigt US-Marine, zivile Boote attackiert zu haben

    Meldungen iranischer Staatsmedien berichten über Vorwürfe Teherans, wonach es sich bei den iranischen Schnellbooten, die das US-Militär nach eigenen Angaben am Montag angegriffen habe, "nicht um Schiffe der Revolutionsgarden handelte, sondern um zivile Boote, die Güter und Passagiere beförderten", zitiert Al Jazeera. Demnach seien bei den US-Angriffen "fünf unschuldige Menschen ums Leben gekommen".

    Eine Reuters-Meldung berichtet zu den Ereignissen und bestätigt, dass laut Angaben der US-Marine am Montag "sechs kleine iranische Militärboote zerstört wurden".

    Ein Militärsprecher teilte der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim mit, dass die iranischen Behörden nach den US-Berichten eine Untersuchung durchgeführt hätten, bei der festgestellt worden sei, dass US-Streitkräfte unter anderem "zwei kleine Frachtboote mit Zivilisten an Bord angegriffen und beschossen hätten, die sich von Chasab an der Küste Omans in Richtung der iranischen Küste bewegten".

    Das US-CENTCOM bestätigte am Montag, dass US-Streitkräfte iranische Kleinboote angegriffen hätten, wobei "Sea-Hawk- und Apache-Kampfhubschrauber eingesetzt wurden, um iranische Kleinboote zu zerstören, die die Handelsschifffahrt bedrohten".

  • 10:27 Uhr

    Reuters: Laut US-Geheimdienstinformationen nur "begrenzte neue Schäden" am Atomprogramm Irans

    US-Geheimdienstinformationen deuten laut einem "exklusiven" Reuters-Beitrag auf "begrenzte neue Schäden" am iranischen Atomprogramm hin. Drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen hätten gegenüber Reuters erklärt, aktuelle Einschätzungen der US-Geheimdienste deuteten darauf hin, dass sich "die Zeit, die Iran für den Bau einer Atomwaffe benötigen würde, seit dem vergangenen Sommer nicht verändert" habe.

    Der Artikel verweist darauf, dass US-Analysten im Vorjahr davon ausgingen, der Angriff der USA und Israels im Juni 2025 habe "den Zeitplan um bis zu ein Jahr nach hinten verschoben", so die Darstellung der Reuters-Redaktion. Weiter heißt es zu aktuellen Bewertungen:

    "Die Einschätzungen zum Atomprogramm Teherans bleiben weitgehend unverändert, selbst nach zwei Monaten eines Krieges, den US-Präsident Donald Trump unter anderem begonnen hat, um die Islamische Republik daran zu hindern, eine Atombombe zu entwickeln."

    US-Beamte aus dem Umfeld der Trump-Regierung, darunter explizit US-Präsident Donald Trump selbst, führen seit Beginn des provozierten Iran-Kriegs am 28. Februar immer wieder die Notwendigkeit an, das iranische Atomprogramm zerschlagen zu wollen, und bezeichnen dies als ein zentrales Ziel des Krieges.

    Trump erklärte dazu gestern vor Journalisten:

    "Wir mussten diesen kleinen Einsatz im Iran durchführen. Es hat sich gelohnt, um diese Verrückten loszuwerden, die über Atomwaffen verfügen, mit denen sie ganze Länder auf Knopfdruck auslöschen könnten. Das hätte schon vor 47 Jahren geschehen müssen, aber ich bin sehr stolz darauf, dass wir es getan haben."

  • 10:03 Uhr

    Abu Dhabi beschuldigt Teheran des "Terroranschlags" auf Handelsschiffe

    Das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) äußerte sich in einer Mitteilung zu den gestrigen Ereignissen, ohne jedoch auf vermeintliche Raketenangriffe seitens Irans Bezug zu nehmen. So heißt es:

    "Die Vereinigten Arabischen Emirate haben den iranischen Terroranschlag, bei dem zwei Drohnen auf ein der ADNOC angehörendes Schiff der nationalen Reederei abgefeuert wurden, während dieses die Straße von Hormus durchquerte, scharf verurteilt und angeprangert. Es wurden keine Verletzten gemeldet." 

    Die politische Führung in Abu Dhabi forderte zudem, dass Iran "diese unprovozierten Angriffe einstellen, sich uneingeschränkt zu einer sofortigen Einstellung aller Feindseligkeiten verpflichten und die Straße von Hormus vollständig und bedingungslos wieder öffnen" müsse.

    Laut Al Jazeera erklärte das Außenministerium der VAE in einer weiteren Stellungnahme, "es behalte sich das Recht auf eine Reaktion vor, während Iran erklärte, keinen vorsätzlichen Plan zu haben, die VAE anzugreifen". Dies bezieht sich auf einen gemeldeten Angriff auf die Erdölanlage in der Hafenstadt Fujairah, bei dem laut Agenturmeldungen drei indische Staatsangehörige verletzt wurden.

  • 09:25 Uhr

    Washingtons beharrt auf Besitz von "Trumpfkarten"

    Das Weiße Haus präsentiert in Rücksprache mit dem US-Präsidenten erneut den bisherigen Kriegsverlauf in Form eines Kartenspiels. Nach gestrigen Abbildungen von Trump mit Uno-Spielkarten und dem Verweis "Ich habe alle Trümpfe" veröffentlichte das Social-Media-Team erneut einen Beitrag mit der Botschaft:

    "Die Rechnung ist einfach. Präsident Trump hat alle Trümpfe in der Hand."

    Diesmal jedoch ohne Abbildung von Spielkarten, sondern mit einer bildlichen Darstellung militärischer Erfolge, unter anderem der Ermordung von Irans oberstem Führer Ali Chamenei.

    Eine weitere gestrige Veröffentlichung zeigt den US-Präsidenten als im Hollywood-Stil inszenierten Weltbeschützer.

  • 09:06 Uhr

    Feuer auf südkoreanischem Schiff in Straße von Hormus gelöscht

    Die britische Behörde für Seeverkehrssicherheit (UKMTO) informierte zu Wochenbeginn über einen Vorfall 14 Seemeilen westlich von Mina Saqr in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

    Das unter südkoreanischer Flagge fahrende Schiff stand laut Meldungen in Flammen. Schiffe in der unmittelbaren Umgebung wurden aufgefordert, einen Sicherheitsabstand einzuhalten.

    Ausgehend von einer bis dato ungeklärten Explosion ist der Brand mittlerweile gelöscht. Die 26-köpfige Besatzung habe insgesamt vier Stunden benötigt, um die Flammen zu löschen, berichtete Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf einen Vertreter der südkoreanischen Reederei HMM Co. Es gab demnach weder Tote noch Verletzte.

    US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf Truth Social direkt Teheran beschuldigt, das südkoreanische Frachtschiff beschossen zu haben. Dies wurde weder von der Reederei noch durch Medienberichte bislang bestätigt.

  • 08:44 Uhr

    Berlin attackiert Teheran als politischen "Geiselnehmer" und formuliert Forderungen

    Das Regierungsviertel in Berlin schaltet sich in die stockenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran ein und ermahnt auf X direkt die politische Führung in Teheran.

    In einem mehrteiligen Beitrag veröffentlicht das Kanzleramt am gestrigen Abend mehrere Forderungen vor dem Hintergrund ungeklärter Drohnen- und Raketenereignisse in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diese werden seitens Berlins als Angriffe der iranischen Armee "aufs Schärfste verurteilt". Weiter heißt es:

    "Teheran muss an den Verhandlungstisch zurückkehren und aufhören, die Region und die Welt zur Geisel zu nehmen: Die Blockade der Straße von Hormus muss enden. Teheran darf keine Nuklearwaffe bauen. Es darf keine weiteren Drohungen und Angriffe gegen unsere Partner geben."

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