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Liveticker Ukraine-Krieg – Sacharowa: Kiew plant Zerstörung weiterer Staudämme

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Sacharowa: Kiew plant Zerstörung weiterer StaudämmeQuelle: Sputnik © RIA Nowosti / Dmitri Makejew
  • 12.07.2024 15:41 Uhr

    15:41 Uhr

    Sacharowa: Kiew plant Zerstörung von weiteren Staudämmen

    Die ukrainische Führung könnte im Rahmen einer Provokation die Zerstörung von Dämmen des Wasserkraftwerks von Kiew und des Stausees von Kanew planen, um anschließend Russland zu beschuldigen, sagt die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Während einer Pressekonferenz erklärt Diplomatin dazu:

    "Wir wurden auf die Meldung aufmerksam, dass das sogenannte Weltzentrum für Geoinformatik und nachhaltige Entwicklung des Kiewer polytechnischen Instituts namens Sikorski mögliche Szenarien einer Überflutung der nahegelegenen Territorien wegen einer Zerstörung von Dämmen einzelner Stauseen der Dnjepr-Kaskade erforscht."

    Die Studien des Zentrums haben Sacharowa zufolge erwiesen, dass die Zerstörung des Damms am Stausee vom Kiewer Wasserkraftwerk die Überflutung von auf einer Fläche von 2.000 Quadratkilometern verursachen und 76 Ortschaften mit insgesamt 900.000 Einwohnern, darunter einige Bezirke Kiews, in Mitleidenschaft ziehen würde. Bei einem Dammbruch am Stausee von Kanew würden 4.000 Quadratkilometer Fläche und 177 Ortschaften mit 75.000 Bewohnern überflutet werden.

    Sacharowa verweist darauf, dass das gleiche Institut im Herbst 2022 die Folgen eines Dammbruchs am Wasserkraftwerk von Kachowka modelliert habe. Die Diplomatin betont:

    "Im Juni 2023 wurde der Damm von Kachowka infolge des ständigen Beschusses durch das ukrainische Militär zerstört. Es steht außer Zweifel, dass Selenskijs Regime eine weitere zynische Provokation gegen die eigene Bevölkerung plant. Wozu? Ganz einfach – um wieder eine Geschichte zu erfinden, die der internationalen Gemeinschaft aufgezwungen wird, um unserem Land Kriegsverbrechen und Ökozid vorzuwerfen und dabei vom Westen neue Hilfe zu erbetteln und natürlich die eigene terroristische Tätigkeit zu vertuschen."

  • 15:20 Uhr

    Russlands Vize-Außenminister: Nichts von Trumps Friedensplan bekannt

    Der russischen Seite ist vom Friedensplan zur Ukraine des ehemaligen US-Präsidenten und Präsidentschaftskandidaten Donald Trump nichts bekannt, sagt der stellvertretende Außenminister Sergei Rjabkow. In einer Sendung des russischen Perwy Kanal antwortet er auf eine entsprechende Frage:

    "Nein, es ist nichts bekannt. Ich denke, es wäre gerechtfertigt zu sagen, dass Signale, die im öffentlichen Raum vom ehemaligen Präsidenten der USA ausgehen, von uns sorgfältig erfasst werden."

  • 15:00 Uhr

    Kiew will 130 F-16-Kampfjets auf einmal erhalten

    Die Lieferung von sechs bis zwölf F-16-Kampfflugzeugen wird es den ukrainischen Streitkräften nicht ermöglichen, die Situation an der Front zu verändern.  

    Deshalb will die ukrainische Führung 130 Flugzeuge von diesem Typ auf einmal erhalten. In einem Interview mit dem ukrainischen Sender 24 Kanal erklärt der Berater des ukrainischen Präsidialamts Michail Podoljak:

    "Die Frage ist die Anzahl der Flugzeuge. Wenn Sie sechs bis zwölf F-16-Flugzeuge haben, werden diese den Ablauf der Ereignisse an der Frontlinie nicht wesentlich beeinflussen. Um strategisch Einfluss zu nehmen, braucht man von 128 bis 130 Flugzeugen."

  • 14:35 Uhr

    Ukraine gefährdet nukleare Sicherheit: Beschuss verursacht Brand nahe Atomkraftwerk Saporoschje

    In der Nähe der Stadt Energodar, wo sich auch das Atomkraftwerk Saporoschje befindet, ist nach einem Angriff der ukrainischen Streitkräfte ein Waldbrand ausgebrochen. Wie das Ministerium für Notfallsituationen in der Region Saporoschje meldete, habe das Feuer "in dieser Stunde bereits mehr als zehn Hektar Fläche erfasst." Es seien 21 Feuerwehrleute und vier Fahrzeuge vor Ort im Einsatz.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 14:15 Uhr

    New York Times: Unterstützung der Ukraine wird nicht für neue Offensive ausreichen

    NATO-Beamte sind der Ansicht, dass die während des jüngsten Gipfeltreffens in Washington beschlossene Unterstützung der Ukraine nicht ermöglichen werde, bis Ende des laufenden Jahres den Versuch einer neuen Offensive zu unternehmen, schreibt The New York Times.

    Unter Verweis auf einen hochrangigen Allianzbeamten meldet das Blatt, dass die Unterstützung von Seiten der NATO der Ukraine ermöglichen solle, Russland im kommenden Jahr "zurückzudrängen". Bis dahin werde Kiew allerdings nicht in der Lage sein, eine "bedeutende Gegenoffensive" einzuleiten oder größere Gebiete von Russland zurückzuerobern. Es werde "Wochen, wenn nicht Monate dauern", bis die für die Übergabe an die Ukraine bestimmten Waffen die Front erreichen, wobei einige Waffen noch nicht eingekauft oder produziert seien.

    Nach Abschluss des Gipfeltreffens der Allianz in Washington hatte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg verkündet, dass die Mitglieder des Blocks vereinbart hätten, für die Unterstützung der Ukraine allein im Jahr 2025 einen Betrag von umgerechnet 40 Milliarden Euro zu bewilligen.

  • 13:40 Uhr

    Getarnte Verstecke mit Waffen und Munition der ukrainischen Armee in DVR entdeckt 

    Soldaten der Rosgwardija-Einheiten haben auf dem Gebiet der Donezker Volksrepublik drei Waffen- und Munitionslager der ukrainischen Streitkräfte gefunden und zerstört. Dies berichtet der Pressedienst der Rosgwardija gegenüber der Nachrichtenagentur TASS am Freitag.

    Die getarnten Verstecke wurden in einem Waldstreifen mit Hilfe eines Minensuchhundes entdeckt.

    Wie es heißt, wurden dort unter anderem Kalaschnikow-Sturmgewehre, 122- und 82-Millimeter-Minen sowie mehr als 30 Handgranaten und Munition ausländischer Herkunft gelagert.

  • 13:15 Uhr

    Cherson: Ukrainisches Militär verzichtet auf größere Anlandungen an linkem Dnjepr-Ufer

    Kiews Militär hat seine Versuche, mit größeren Kräften am linken Ufer des Flusses Dnjepr im Gebiet Cherson anzulanden, aufgegeben, berichtet der Gouverneur der Region Wladimir Saldo. TASS zitiert:

    "Nach dem Scheitern des Abenteuers in Krynki hat der Gegner seine Aktivität beträchtlich reduziert und versucht, nicht mehr, in großen Gruppen zu landen. Der Feind wurde vom linken Ufer zurückgeworfen, die Kämpfe verlagerten sich auf die Inseln."

    Seit der Zerstörung des Damms vom Wasserkraftwerk Kachowka im Juni des vergangenen Jahres hat die ukrainische Armee wiederholt erfolglos versucht, einen Brückenkopf in der Siedlung Krynki am linken Dnjepr-Ufer einzurichten. Am 20. Februar 2024 gab der damalige russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu die Befreiung von Krynki bekannt und erklärte, dass das ukrainische Militär in diesem Zeitraum im Umland des Ortes 3,400 Kämpfer verloren habe.

  • 12:40 Uhr

    Extreme Taktik: Russische Soldaten verwenden Panzerabwehrminen als Handgranaten

    Die russischen Soldaten wenden an der Front extreme Taktiken an. Vor kurzem erschienen im Internet Drohnenaufnahmen, die zeigen, wie russische Soldaten Panzerabwehrminen für einen dafür eigentlich nicht vorgesehenen Zweck verwenden: Sie werfen sie in Häuser oder Befestigungen, in denen feindliche Soldaten postiert sind. Mit einer Sprengstoffmasse von acht Kilogramm ist die Explosion so stark, dass von den Befestigungen oft nur noch Ruinen übrig bleiben

    Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.

  • 12:20 Uhr

    Umfrage: Hälfte der Finnen ist gegen Einsatz westlicher Truppen in der Ukraine   

    Die Mehrheit der finnischen Bevölkerung würde keine Truppen zur Unterstützung Kiews entsenden. Dies ergibt sich aus einer Umfrage der finnischen Zeitung Helsingin Sanomat.

    Auf die Frage, ob die westlichen Verbündeten Bodentruppen in die Ukraine schicken sollten, antworteten 50 Prozent der Befragten mit Nein. Die Entsendung westlicher Militärs befürworten 31 Prozent der Befragten und 18 Prozent der Finnen waren unentschieden. 

    Die Online-Umfrage wurde unter 1.120 Teilnehmern durchgeführt.

  • 11:47 Uhr

    Ukrainisches Militär zieht sich aus Uroschanoje zurück

    Die ukrainischen Truppen ziehen sich aus dem Zentrum der Siedlung Uroschanoje am Frontabschnitt Donezk Süd zurück. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert dazu eine Quelle aus den Sicherheitsbehörden der Donezker Volksrepublik:

    "Im Zentrum von Uroschanoje konnte der Gegner dem Ansturm nicht standhalten und verließ seine Stellungen."

    Uroschanoje liegt in der DVR an der Grenze zum Gebiet Saporoschje. Seit Beginn der russischen Militäroperation gehört dieser Raum zu den am heftigsten umkämpften Abschnitten.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.