Asien

Pjöngjang warnt: Tokio bereitet möglicherweise Angriffe mit Seedrohnen vor

Auch Asien zieht beim Trend zur Aufrüstung mit. Japan sticht dabei mit seiner Abkehr vom Pazifismus besonders hervor. Neben Moskau und Peking sieht auch Pjöngjang darin eine Gefahr. Die DVRK zeigt sich wegen der Entwicklung von Unterwasserdrohnen im Nachbarland besorgt.
Pjöngjang warnt: Tokio bereitet möglicherweise Angriffe mit Seedrohnen vor© Urheberrechtlich geschützt / Stanislav Kogiku / AFLO

Die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) hat am Dienstag Japan beschuldigt, seine Aufrüstung beschleunigt zu haben und den Kurs einer offensiven Strategie zu nehmen. Die Kritik von Pjöngjang kam, nachdem Berichte aufgetaucht waren, wonach die Regierung in Tokio unbemannte U-Boote entwickeln und in den Dienst aufnehmen möchte. Die Nachrichtenagentur KCNA stellte in einem Kommentar auf ihrer Website fest, dass Japan von seiner früheren, ausschließlich auf die Defensive ausgelegten Doktrin abkehre und warnte, dass der Inselstaat künftig präventive Angriffe auf Schiffe seiner Nachbarländer durchführen könnte.

Nach KCNA-Angaben könnten solche Unterwasserdrohnen mit Torpedos oder Minen bestückt werden, über eine längere Zeit im Einsatz sein und dabei große Strecken zurücklegen. Demnach möchte Japan diese Waffen vor der Küste seiner Nachbarländer stationieren, um sie dann im Fall von Konflikten einzusetzen. Nach Ansicht der Nachrichtenagentur würde dies nur das Risiko einer bewaffneten Konfrontation im asiatisch-pazifischen Raum erhöhen.

Das staatliche Medium machte außerdem darauf aufmerksam, dass Tokio in den letzten Jahren seine militärischen Kapazitäten konsequent stärke, indem es eigene Langstreckenraketen entwickele oder Waffen, darunter Marschflugkörper des Typs Tomahawk, im Ausland anschaffe. Hinzu komme noch die Stationierung neuer Waffensysteme auf Japans Boden. Dies alles zeuge von Kriegsvorbereitungen.

Erst Ende Juni hatten die auf der japanischen Insel Okinawa stationierten US-Marineinfanteristen neue Waffensysteme bekommen. Wie der US-Service zur Verbreitung von visuellen Informationen im Verteidigungsbereich (DVIDS) in einer entsprechenden Mitteilung bekannt gab, handelte es sich dabei um das Schiffsabwehrsystem des Typs NMESIS und das Luftabwehrsystem des Typs MADIS. Demnach wurden diese Waffen dem 12. Küstenregiment der 3. Marineinfanteriedivision übergeben.

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